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INFO DRAFI DEUTSCHER

Drafi Deutscher Info.


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Drafi verstarb am 09.06.2006 in einer Frankfurter Klinik---------------- Nun ist Drafi von uns gegangen.
Doch in seinen Liedern schenkte er uns seine Seele.------
Gehen wir mit seinem Geschenk sorgsam um.







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Geschrieben von Marcel Just am 13. Juni 2004 00:57:14:

Da ich ja fast um die Ecke wohne, gebe ich schonmal mein Statement zum 50 Minuten Auftritt von Drafi ab. An dieser Stelle ein herzliches Dank an den Veranstalter, der es den FanS/FanclubS ermöglicht hat, mal wieder so nahe bei Drafi zu sein. Anwesende Fans (zumindest die, die wir getroffen haben) waren neben den altbekannten Peter, Jan, Daniel noch Elvira (die dieses Mal extra aus Kassel kam - ca. 300 km!). Die Veranstaltung fing gegen 20:00 Uhr mit der Aussage an, ein Künstler sei krank. Großes Entsetzen. Es war aber nicht Drafi, sondern der Sänger der Goombay Dance Band (Ersatz dafür Pussycat). Wir trafen uns mit Drafi gegen 22:00 Uhr in der "Kreissparkasse". Dort waren Räume für die Künstler reserviert. Der Veranstalter hat uns ohne Probleme sofort reingelassen. Was Drafi so dort gemacht und erzählt hat, überlasse ich den anderen. Als die vielen Leuten mal für Drafi den Raum verlassen mussten, durfte "der harte Kern" von uns trotzdem bleiben. Das spricht für Drafis Interesse an seinen Fans! Drafi gab auch fleißig Autogramme, da Peter ihm Karten mitgebracht hat ;-) Nun zum Auftritt gegen 23:00 Uhr. Die üblichen songs, dazu noch super Interpretationen von Herz an Herz Gefühl, Tief unter meiner Haut, das 11. Gebot und Amen. Nach dem Auftritt noch ein Gruppenfoto mit dem Großteil der Anwesenden.




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Marmor, Stein und Eisen bricht
Von ganz unten schoss Drafi Deutscher in wenigen Jahren nach ganz oben - um wieder abzustürzen.
Die frühen Jahre in der Karriere des enfant terrible der deutschen Popmusik behandelt der erste
Teil seiner Geschichte.
Es ist die klassische Erfolgsgeschichte oder Tellerwäscher-Karriere des Showbusiness: Ein Junge aus einfachsten Verhältnissen
kommt mit poppigen Beathits binnen eines Jahres kometenhaft an die Spitze der Szene und stürzt dann durch
Fehlverhalten und eine wahre Medienhatz wieder ab. Doch damit endet die Story des am 9. April 1946 in Berlin
geborenen Drafi Deutscher nicht - im Gegenteil: Im Nachhinein war diese Entwicklung vielleicht sogar ein Glück für ihn.
Denn sie half, ihm die Fähigkeiten, die vorher nur nebenbei zum Vorschein gekommen waren, bis zur Perfektion z
uentwickeln: Die des Produzenten, Arrangeurs und Songschreibers. Doch von Anfang an: Die Jugend von Drafi Deutscher
war sicherlich alles andere als glücklich. "Ich bin im Obdachlosen-Asyl aufgewachsen. Meinen Vater, einen Ungarn,
kenne ich nicht." Aufgezogen wurde er von seiner Großmutter in einem denkbar schwachen sozialen Umfeld und hatte
bereits mit 14 Jahren begonnen, als Musiker zu arbeiten. "Ich bin in Berliner Kneipen aufgetreten.
Wenn die Polizei kam versteckte ich mich mit meiner Gitarre unter dem Tresen des Lokals. Ich war gewalttätig
und hatte vor nichts Respekt, außer vor meiner Oma Elise, die mich bekochte!'
Seine erste Gruppe nannte sich die Zeitbomben, danach kamen die Magics. Durchschnittsverdienst: 30 Deutsche Mark
pro Auftritt, damals eine ganz schöne Menge. Ihre Musik war zuerst der Rock'n'Roll und später der Beat und
damit gehörten sie in Deutschland zu den wenigen Auserwählten, die sich den neuen Sound bereits erarbeitet hatten,
als er noch in den Kinderschuhen steckte. Folglich gewannen sie einen Bandwettbewerb in der Berliner Deutschlandhalle
und wurden von dem Manager Peter Meisel entdeckt, der ihnen umgehend einen Plattenvertrag mit Decca verschaffte.
Dies führte zu ersten Studioaufnahmen am 6. und 7. Juli 1963 in den Münchner Union-Studios und dem Aufeinandertreffen von Drafi Deutscher und dem jungen Produzenten Christian Bruhn, die fortan zu einem geradezu symbiotischen Duo im Plattenstudio werden sollten. Die Verbindung war aus zwei Gründen ideal: Zum einen stand Bruhn als einer der Nachwuchs-Produzenten der neuen Musik sympathisch gegenüber, hatte beispielsweise nichts gegen eingedeutschte Coverversionen aus England und USA, und zum zweiten schrieb er mit seinem Partner Günther Loose dem Neuling jede Menge Titel auf den Leib.
Teeny, die erste Single 1963, wurde so bereits zu einem für einen Newcomer überraschend großen Erfolg, denn sie verkaufte sich 80.000-mal und landete auf dem 26. Platz der deutschen Hitparade. Zwar konnte die Folgesingle Grün, grün ist Tennessee (eine deutsche Version des Barry McGuire-Songs Green, Green) da nicht ganz mithalten, doch die dritte Single sollte endgültig den Namen der neuen For maton bekanntmachen: Shake Hands mit seinem beatig-poppigen Klang schaffte es im April 1964 nicht nur auf den zweiten Platz der Charts, sondern blieb alleine 17 Wochen in den Top 10. Damit war sein Name ein Begriff und "ich kassierte auf einmal 5000 Mark für einen Abend, mit 17 Jahren. Nun soll mir mal einer erzählen an meiner Stelle wäre er nicht ausgeflippt." Zunächst einmal machte das gar nichts. Drafi Deutscher war ein Jungstar, seine Macken und Eigenheiten, die er schon immer besaß, wurden übersehen oder verschwiegen und so kletterte er die Erfolgsleiter auch dank der glänzenden Zusammenarbeit mit Christian Bruhas schnell weiter hinauf: Die erste LP Shake Hands Keep Smiling bot dank der ausgezeichneten Mischung aus deutschem Pop und den Rock'n'Roll- und Beat-Medleys alles, was man von einem deutschen Künstler erwarten konnte, zumal die Medleys bewiesen, daß die Magics rocken konnten wenn man sie ließ. Und die folgenden Singles Keep Smiling, Cinderella Baby und Heute male ich dein Bild, Cindy Lou schoben sich alle unter die Top 10 in Deutschland. Damit gehörte er bereits zu den Arrivierten der neuen deutschen Szene, speziell, als er nach dem etwas weniger erfolgreichen Hast du alles vergessen den Song einspielte, der ihn bis heute zu einer deutschen Legende gemacht hat: Marmor, Stein und Eisen bricht. Diese von dem Team Bruhas/Loose zusammen mit Drafi Deutscher verfaßte Komposition war nicht nur einer der ganz wenigen deutschen Songs, der auch international Furore machte - in den USA ging er ebenfalls in sechsstelliger Höhe über den Ladentisch- sondern bewies vor allem, daß es hierzulande möglich war,starke Beatmusik zu produzieren.15 Wochen blieb der Titel in den Top 10 und zu dieser Zeit machte sich Jung-Drafi nicht viele Freunde. Eine Episode aus dieser Zeit mag den Grund dafür beleuchten, warum er mindestens genauso viele Feinde wie Freunde um sich scharte: "Mit 17 wurde ich das erste Mal eingeladen zum Sender Freies Berlin, da hatten die eine Veranstaltung, da wurde abends ein kaltes Buffet gereicht und die Brötchen waren trocken.So, und ich hab gesagt Scheiße, das ist trocken! Und wer war der Idiot? Icke." So war er eben, der Drafi. Eine Mischung aus Gemütsmensch und Ekelpaket, der in dieser Industrie, die vor allem auf dem schönen Schein basiert, auffallen mußte wie ein bunter Hund und der sich dabei jede Menge Feinde machte, ja machen mußte, beispielsweise etliche Journalisten aus dem Hause Springer.Doch zunächst klappte alles noch bestens: Nimm mich so wie ich bin landete immer noch in den deutschen Top 10 (Platz 7) und blieb satte 17 Wochen in den Charts. Und seine zweite LP Drafi! bewies, daß er und Christian Bruhn durchaus wahrnahmen, was in der internationalen Musikwelt so passierte. Denn er hatte auf einer Single nicht nur Mr. Tambourine Man gecovert, sondern daneben Songs von John D. Loudermilk und Chris Andrews und bewies in den von Bruhn und seinen Partnern geschriebenen Songs, daß er textlich ebenfalls contra geben konnte. So wurde dieses Album nicht nur ein kommerzieller, sondern auch ein künstlerischer Erfolg. Damit allerdings hatte er den Zenith seines Erfolges erreicht. Denn die folgenden Singles Honey Bee und Ich hab den Mond in meiner Tasche landeten ebenso nur unter den Top 20 und 30 wie das Duett mit Manuela, Die goldene Zeit.
Es bestand jedoch zu keiner Zeit ein Zweifel daran, daß Deutscher und Bruhn nach wie vor zu den erfolgreichsten Paaren im deutschen Popmusikgeschäft zählten. Bis dann das aus heutiger Sicht fast unvermeidliche passierte, das die erste Karriere von Deutscher jäh beendete: "Ich pinkelte - natürlich sturzbesoffen - aus dem Fenster und draußen kamen prompt vier Schulkinder vorbei. Tja, denen gefiel wohl nicht, was sie sahen. Die lieben Eltern rannten zur Polizei und mit dem Ruhm hatte es sich erstmal." Ob diese Version richtig ist oder nicht: Tatsache ist, daß die Springer-Presse diesen "Fall", der sicherlich nur in einer Zeit, als Studentenrevolution und Woodstock-Generation noch nicht auf dem Programm standen einer werden konnte, zu einem kurz vor einem Sexualverbrechen stehenden Vergehn aufbauschte und Drafi dafür so hart bestraft wurde, wie es sonst wohl kaum geschehen hätte können. Er wurde wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses zu vier Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt, eine Strafe, die in dieser Höhe - die Bewährung lief über 4 Jahre - sicherlich dem Vergehen nicht im geringsten angemessen war und nur aus dem Wirbel heraus zu verstehen ist, der um den Vorfall und seinen Verursacher herum gemacht wurde. Drafi hatte eben in seiner Zeit als Star einfach an zu vielen unpassenden Stellen den Mund zu weit aufgemacht und dafür kriegte er diesmal gewaltig einen auf denselbigen. Und wie es in dieser Branche so geht: Plötzlich hat man keine Freunde mehr, die Plattenfirma, für die man vorher zigtausend Mark gemacht hat läßt einen fallen wie eine heiße Kartoffel und niemand nimmt mehr eine Drafi-Single in die Hand. Damit war die erste Karriere des Sängers vorbei. Was nun kam, war die nächste Laufbahn: Die des Songschreibers, Produzenten und Arrangeurs.

Drafi Deutscher 1971: Vorsichtiger Optimismus
Der Absturz
1966 war Drafi Deutscher dank einer konzertierten Aktion verschiedener Organisationen wieder dort, von wo er gekommen war: Unten. Doch der ehemalige Star bewies Stehvermögen und Talent und kämpfte sich zum zweiten mal langsam nach oben.
Daß die Boulevardpresse eine gewisse Macht entfalten kann, haben nur wenige so rigoros am eigenen Leib erfahren wie Drafi Deutscher. Denn was eigentlich mehr eine Peinlichkeit als ein kriminelles Vergehen war, daß er sich nämlich nackt am Fenster zeigte als draußen Kinder vorbeiliefen, wobei er zudem total besoffen war, wuchs sich unter gütiger Mithilfe der Zeitungen der bildenden Art zu einem ungeheuerlichen Akt aus, der am Ende mit Gefängnis bestraft wurde. Zwar wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt, aber das blieb sich für Drafi letztlich gleich: Von ihm nahm erst einmal keiner mehr ein Stück Brot, bereits eingespielte Songs wurden vergraben und neue Singles floppten unverzüglich. Klar, daß die Plattenfirma kein Interesse an der Fortsetzung des Vertragsverhältnisses hatte und so fand sich unser Held plötzlich wieder so einsam und mittellos wie am Anfang. Einen gravierenden Unterschied gab es allerdings: Dank seiner Hits, die er teilweise mitverfaßt hatte, flossen ihm Tantiemen zu, die zumindest sein nacktes Überleben sicherten oder besser, eine Denkpause finanzierten, auch wenn 1967 zunächst einmal eine Existenz in der Musikbranche unmöglich zu sein schien: Geldstrafe, 180.000 DM Steuerschulden und die erste Ehe, die zerbrach, waren auf einmal ein bißchen viel für Drafi, so daß er erst einmal komplett abtauchte. Sein Resümee, zehn Jahre danach: "Das war wohl in erster Linie die Springer Presse. Negatives läßt sich eben viel besser verkaufen als Positives." Für ihn Karriere bedeutete das zunächst, daß er versuchen mußte von ganz unten wieder anzufangen und vor allem als Musiker nicht mehr existent war. Seine neue ar die eines Discjockeys, eines Teppich- und Stoffverkäufers und eines Barbesitzers, der mit allem, was sich zu Geld machen ließ, Geschäfte machte. Nur: Die Erfüllung war das natürlich nicht, vor allem nicht für einen Vollblutmusiker wie es Drafi Deutscher nun einmal ist. Doch diese unbefriedigende Zeit half ihm, das, was in seiner Zeit als Interpret verschüttet worden war wieder hervorzuholen. Er begann Songs zu schreiben und seine Laufbahn nach und nach wieder aufzubauen. Das witzige dabei war, daß er so eigentlich zu seinen Anfängen zurückkehrte, denn "ich habe immer geschrieben, das war die große Absicht. Daß ich als Sänger angefangen habe, war ein großer Zufall, denn ich habe einen Titel verfaßt, habe den selbst als Demo gesungen, hab ihn vorgestellt und die haben gesagt "wir haben keinen Sänger, warum singen Sie den denn nicht selbst?" So bin ich eigentlich dazu gekommen. Aber die Absicht war immer, zu schreiben." Dazu hatte er jetzt Gelegenheit und tingelte daneben noch durch irgendwelche Clubs und Kneipen, damit das Geld wieder hereinkam. Da Not bekanntlich erfinderisch macht begann er damals mit einer Marotte, die er mittlerweile nahezu zu einer Manie entwickelt hat: Er legte sich Pseudonyme am laufenden Band zu. Das war damals sicherlich noch eine Notwendigkeit, weil niemand in der Branche etwas mit Drafi Deutscher zu tun haben und vor allem eine Platte unter dem Namen herausbringen wollte. So gehorchte Drafi nur einer Notwendigkeit, als er 1967 seine erste Single nach dem Eklat als Hektor von Usedom bei der Hamburger Firma Metronome veröffentlichte, zu der er über seinen Musikverleger Günter Sikorski gekommen war, der ihm die Treue gehalten hatte. Und alleine bis 1971 kamen Platten von ihm unter folgenden Pseudonymen auf den Markt: Deddi Drivers Group (etwas rockiger); Valendras, Appendix, Uranus, The Better Side Of Us, Popcorn Corners, Turkeys, Orchestra Bert Bullermann, Tex Bailey & The Dominoes und Wir. Unter letzterem Pseudonym schaffte er mit David und Goliath 1972 immerhin einen Top 30-Hit in Deutschland. Wohlgemerkt: Das waren alles Vehikel für den Songschreiber und Produzenten Drafi Deutscher, der damals das Geschäft noch einmal, quasi von der Pike auf, lernte. Klar, daß bei solcher Produktivität auch der eigentliche Drafi Deutscher wieder ins Geschäft kommen mußte und 1969 war es soweit: Wo sonst als bei Metronome unterschrieb er einen Solo-Vertrag und nahm als erste Single Don Quichotte auf, mit der er auf Anhieb in der ZDF-Hitparade landete und immerhin 40.000 Stück verkaufte. Allerdings besaß der neue Start durchaus seinen Nachteil für Drafi: Erneut war er nur als Interpret zum Zug gekommen. Die beiden Songs Don Quichotte und Bobby und Maria waren von dem Komponisten-Team Topel/Planck verfaßt worden und entsprachen nicht unbedingt dem, was Deutscher früher gemacht hatte oder was er jetzt wollte. Das war klassischer deutscher Schlager, weder textlich noch musikalisch besonders herausragend. Kein Wunder also, daß Drafi bereits bei seiner zweiten Single einen ganz anderen Weg einschlug: Die B-Seite Warum gehst du fort bedeutete nicht nur eine Reunion mit Christian Bruhns, der zusammen mit Günter Loose den Song verfaßt und auch selbst produziert hatte, sondern auch einen neuen Weg für Drafi, der die Arrangements für den über 7 Minuten langen Titel schrieb, ganz zu schweigen von der musikalischen Richtung, denn das war international konkurrenzfähiger Pop mit Orchester und Backgroundvocals. Und entsprechend seines inzwischen hinzugewonnenen Selbstbewußtseins schmiedete Drafi damals schon wieder hochfliegende Pläne: "Ich hätte große Lust eine kommerzielle Teenager-Oper zu schreiben. So eine Art Ohnesorg-Theater mit eingängiger Schlagermusik. Ich stelle mir eine nette Geschichte vor, die mit schlagerhaften Melodien erzählt wird. Ich könnte mir einige bekannte Schlagerstars vorstellen, die in einem solchen Stück mitmachen und Lieder singen in der Art, mit der sie auch sonst bekanntgeworden sind schlagerhafte Melodien, ohne Zick. Aber zu einer solchen Arbeit braucht man natürlich viel Zeit. Vielleicht werde ich sie eines Tages haben, denn irgendwann möchte ich mir ohnehin die Zeit nehmen, zu komponieren, zu produzieren und zu texten, wie ich es ja auch schon vor meiner Zwangspause gemacht habe."
Während der Plan dieser Pop-Oper nicht in Er
füllung ging konnte Drafi seinen zweiten Traum in die Tat umsetzen. Bald war er so angesehen, daß er seine Songs auf seinen Singles unterbringen konnte und das klappte relativ schnell: Die im November 1970 erschienene Single Weil ich dich liebe erreichte zwar noch nicht die Spitzenplätze von früher, aber Rang 22 war immer noch sehr gut, zumal Drafi den Songs zusammen mit einem Partner geschrieben hatte. Zwar sollte das für die 70er Jahre sein einziger großer Hit unter seinem Namen bleiben, aber mittlerweile hatte er sich als Songschreiber, Arrangeur und immer öfter auch Produzent etabliert, so daß die Notwendigkeit in den ersten Jahren nach seinem Absturz, selbst in den Vordergrund zu treten, entfiel.Und dies nützte Drafi gerne aus.Was jetzt begann war seine eigentliche zweite Lehrzeit , in der er alles , was man in einem Plattenstudio machen kann , aufsog und später in seiner eigenen Arbeit umsetzte.Das kam ihm vor allem insofern zu gute , als er deswegennie einer der zwar akademisch voll ausgebildeten aber vom Feeling _oder vom Bauch her_ gnadenlos unterbelichteten Musiker wurde.
Der lange Weg zurück
Nach seinem ersten Hit 1971 war Drafi Deutscher zwar wieder akzeptabel für die Industrie, aber bis er wieder dort stand, wo er vor seinem Absturz war, sollten noch einmal mehr als zehn Jahre vergehen.
Wie wichtig ein Hit sein kann erfuhr Drafi Deutscher 1970, als er den Bob Dylan-Song Wigwam als Weil ich dich liebe vertonte und damit eine Nr. 22 in Deutschland erreichte. Denn war es ihm in den drei Jahren zuvor erst einmal überhaupt nicht und dann nur unter Pseudonymen möglich gewesen, als Musiker aktiv zu sein, so wurde er jetzt wieder von seinen Kollegen akzeptiert und konnte endlich beweisen, daß er bei weitem mehr vorzuweisen hatte als eine gute Stimme. Allerdings hielt er sich mit neuen Aufnahmen unter seinem Namen weiterhin sehr zurück. Bis 1980 erschienen nur neun Singles von Drafi Deutscher auf Labeln wie Metronome, Jupiter, Yum Yum und CBS. Was für ihn Vorfahrt hatte waren drei andere Gebiete: Zum einen konzentrierte er sich bis 1973 auf seine Gruppe Wir, in der unter anderem Tina Rainford mitwirkte, auf die wir im Rahmen dieser Geschichte noch treffen werden. Zum zweiten legte er sein Hauptaugenmerk auf leicht konsumierbare Ware, vor allem Instrumentalmusik, die er unter immer neuen Pseudonymen aufnahm wie Dave Bolan, Orchestra Bert Bullermann, Fingernails, Green Beans, Company 1, Mr. Walkie-Talkie und Klimper Klan. All diese Namen - und sie stellen nur eine Auswahl dar - dienten nur einem Zweck: Sie sollten jeweils auf einen Trend reagieren und Drafi mit der schnellen Mark versorgen. Denn letztlich war das nichts anderes als musikalische Lohnarbeit, die er ebenso schnell produzierte wie wieder ad acta legte. Die größte Kreativität bei vielen dieser Produktionen bewies er bei der Erfindung der diversen Namen. Und zum dritten verlegte er sich auf die Produktion und das Songschreiben für andere. Ob das nun unbekannte Leute wie Peter Sharper oder berühmte Leute im Geschäft wie Peggy March, Bernd Clüver, Peter Orloff, Michael Schanze oder Roberto Blanco waren, Drafi bewies immer wieder, daß er das konnte, womit man es in diesem Beruf weit bringen kann: Seine Kreativität gleichsam wie auf Knopfdruck einzustellen.
Und da bei diesen Auftragsarbeiten auch immer wieder solche Hits wie Belfast für Boney M., Fly Away für Peggy March, Mama Leone für Bino und Ich liebe dich für Peter Orloff waren, wurde sein Name immer wichtiger für die Industrie. Denn es wurde spätestens ab 1976 klar, daß er das Gespür für aktuelle Trends und kommerzielle Hooklines besaß und außerdem diese Gaben auch noch als Produzent umsetzen konnte. Rein chronologisch kann man in seiner Laufbahn bis 1980 grob drei Phasen unterscheiden: Die erste betraf die Zusammenarbeit mit Wir, der er sich bis 1973 eigentlich ausschließlich widmete und die mit David & Goliath 1972 einen Top 30 Hit in Deutschland landete und mit der spanischen Fassung von Gemeinsam, Unidos, ebenfalls Furore machte. Doch als der Erfolg nicht so groß war wie erhofft nahm er 1973 mit seiner damaligen Familie -der jugoslawischen Sängerin Silvie und seinen Kindern aus erster Ehe - eine Single auf, ehe er bei Jupiter zwei Solo-Singles ohne großen Widerhall einspielte - übrigens unter der Leitung seines alten Produzenten Christian Bruhn. In der zweiten Phase blieb er erst einmal im Hintergrund, was allerdings nichts mit mangelndem Erfolg zu tun hatte, im Gegenteil: Mit zweien seiner Pseudonymen zog er in die Charts ein: Baby Champ brachte den Discotheken-Renner Monkey Bump, mit dem er den Disco-Boom vorwegnahm. Und im gleichen Stil produzierte er Be My Boogie Woogie Baby als 111r. Walkie-Talkie, womit er 1976 immerhin Nr. 30 in Deutschland belegte und in Holland und Belgien obendrein goldene Schallplatten kassierte. Überhaupt war die Disco-Mania für ihn ein gefundenes Fressen und er sanierte sich hier in der dritten Phase ab 1976 endgültig. Nicht nur durch seinen Nr.-1-Hit für Boney M., das oben angesprochene Belfast, sondern genauso durch Silver Bird für seine ehemalige Kollegin bei Wir, Tina Rainford. Beide Songs kassierten nicht nur hierzulande ab - Silver Bird war ein Top-5-Hit - sondern vor allem auch international. So blieb Tina Rainford mit dem Song in den USA 15 Wochen lang in den Countrycharts (!) und Drafi erhielt sogar einen der begehrten Country Music Awards. Damit leitete Drafi seine erfolgreichste Zeit in den 70er
Jahren ein: Nicht nur die beiden genannten Hits, auch noch die bereits weiter oben angesprochenen Songs brachten ihn in den Jahren 1976-1980 in die deutschen und europäischen Charts und sein erfolgreichstes Pseudonym Jack Goldbird schaffte ebenfalls einen Top-20-Hit, allerdings erst 1980, womit die nächste Entwicklungsstufe genannt wäre. Kein Wunder also, daß Drafi wieder obenauf war, aber er beging diesmal nicht den Fehler sich für den Größten zu halten, sondern machte etwas, was hierzulande nur ganz wenige in die Tat umsetzten:
"Ich habe acht Jahre in New York gelebt, bei einem Kumpel, einem angesehenen Arrangeur. Ich habe die ganzen Studios dort abgeklappert und gefragt, ob ich zu den Aufnahmesessions vorbeikommen dürfte. Ich wollte nur ganz still und leise in der Ecke sitzen und zusehen. Ich durfte. Ich habe den angesehensten Produzenten über die Schulter geschaut und war während der Aufnahmen der Bee Gees, von Earth, Wind & Fire, Billy Joel und einigen anderen dabei. 800.000 Mark hat mich das alles in allem gekostet, aber dafür brauche ich heute keinen Produzenten mehr. Ich mache das alles selbst: Technik, Mischung, Musik. Ich greife mir meinen Computer und meinen Synthesizer - fertig." Dieses Zitat ist typisch für Drafi Deutscher. Denn tatsächlich dürfte diese Phase nicht acht, sondern bestenfalls zwei Jahre gedauert haben, denn 1980 war er noch in Deutschland und 1982 wieder zurück, da suchte er nämlich eine neue Wohnung in Köln, wo er arbeiten wollte. Immerhin entstand während des selbstgewählten Exils das passend Lost In New York City betitelte Album, das 1981 bei Ariola erschien und völlig floppte - eigentlich unverständlich, denn damit hatte er eine starke DiscoPop-Platte vorgelegt.
Dennoch kehrte Drafi von diesem Trip mit einem neuen Selbstverständnis zurück. Seitdem war er immer auch der musikalische Unternehmer Deutscher, dessen sängerische Tätigkeit nur eine von vielen Facetten ist. Daneben arbeitet er seitdem vor allem als Produzent und Songschreiber, der wie die meisten seiner Kollegen sich selbst Künstler sucht, sie produziert und dann das fertige Produkt an die diversen Plattenfirmen verkauft. Natürlich ist es da von großem Nutzen, wenn man wie Deutscher selbst fast alles auf eigene Faust machen kann und keine Studiomusiker benötigt. Denn so kann man seine Ideen ohne jede Verzögerung selbst umsetzen. Zu diesem Zweck hatte sich Deutscher bereits 1978 ein eigenes Studio in seinem Haus in Norderstedt eingerichtet, das 150.000 Mark wert war und in dem er Muße und Ruhe hatte, uni seine Ideen zu entwickeln. Dazu kam sicherlich, daß er wegen der Neuen Deutschen Welle, die ja im Prinzip direkt auf die deutsche Schlagerkultur der 50er und 60er Jahre zurückgriff, wie andere Stars von damals wieder total angesagt war, so daß beispielsweise 1982, als er wieder live auftrat, sogar die Bild-Zeitung jubilierte. Und zum dritten trug sicherlich der anhand seines Lebens verfaßte Film Marmor Stein und Eisen bricht des Schweizer Regisseurs Christof Stenzel, bei dem er mitspielte und für den er auch die Musik herstellte, eine Rolle, daß er nach seinem US-Aufenthalt wieder unmittelbar im Geschäft war, obwohl es daneben die für ihn üblichen Probleme gab: Durch die Jahre in New York hatte er sich mit seiner zweiten Frau Silvia auseinandergelebt und ließ sich scheiden, so daß er wieder einmal von vorne anfangen mußte, wenngleich diesmal nur privat. Dennoch sollten die folgenden Jahre die mit Abstand erfolgreichsten der gesamten Karriere des Drafi Deutscher werden, in denen er vor allem auch wieder an seine früheren Erfolge als Solist anknüpfen konnte.
Die achtziger Jahre waren für Drafi Deutscher die Zeit, in der er die Früchte seiner Arbeit erntete: Hits als Komponist und als Interpret hievten ihn auf eine Erfolgsebene, die er so noch nie erreicht hatte.
Es ist sicherlich ein Kennzeichen der Musikindustrie, daß auch immer einmal wieder Künstler an der Spitze stehen, die weniger durch Talent denn durch pures Glück den Sprung dorthin geschafft haben. Doch das ist das Holz aus dem die sogenannten One-Hit-Wonders geschnitzt sind: Ein größerer oder kleinerer Erfolg und das wars dann. Auf die Dauer halten sich nur die oben, die wirklich etwas können oder, wie es Drafi Deutscher 1984 in einem Interview formulierte: "Ich glaube, daß ich ein Guter bin!" Als er das zu Protokoll gab hatte er längst bewiesen, daß das nicht etwa eine der Branchenüblichen Übertreibungen war, sondern er hatte ein Comeback gefeiert, daß er sich wahrscheinlich selbst so nur in den kühnsten Träumen vorgestellt hatte. Zunächst tauchte er als Solist wieder auf, trat beispielsweise 1983 in der Hamburger Markthalle auf, wo ihn ein bunt gemischtes Publikum erwartete: "Da waren hauptsächlich Eltern mit ihren Kindern. Es waren Punker da, Popper waren da und ältere Leute, die mit mir groß geworden sind." Natürlich ging diese Beobachtung auch nicht an den Gewaltigen der deutschen Plattenindustrie vorbei und so
brauchte sich Drafi über einen Vertrag als Künstler keine Gedanken zu machen, zumal er Ende des Jahres als Komponist, Produzent und Interpret einen wahren Donnerschlag losließ: Im November belegte er mit gleich zwei Fassungen desselben Songs die Spitze der deutschen Hitparaden, die beide im Keller des Deutscherschen Anwesens in Hamburg-Harvestehude, eines der Hamburger Nobelviertel, ihren Ursprung hatten: Send Me An Angel von Masquerade und Jenseits von Eden von Nino De Angeln. Beide hatten denselben Urheber: Drafi Deutscher, wobei das Bezeichnende an diesen Treffern die Tatsache war, daß es sich beim ersten Erfolg um ein Pseudonym von Mr. Marmor, Stein und Eisen bricht handelte und beim zweiten um ein Ergebnis der Arbeit des Produzenten DD. Wie bitte? Ja. Denn obwohl der Komponist beider Fassungen Kurt Gebegern hieß, war das nichts anderes als ein weiteres der hunderte von Pseudonymen, unter denen unser Held auftrat. Und tatsächlich waren ja auch die Songs identisch, nur einmal auf englisch und einmal auf deutsch gesungen. Die Entstehung dieses altruistischen Namens
schilderte Drafi damals in einem Interview so: "Ich bin eigentlich mehr auf die Idee gekommen durch das Finanzamt. Is wahr. Ich hab 'ne Steuernachzahlung gekriegt. Ich muß noch ein paar Mark bezahlen. Und da hab ich gedacht, wenn du denen jetzt sagst, du bist unwillig, dann kriegst du Ärger. Dann habe ich gesagt, dann gebe ich lieber gern, deswegen heiße ich jetzt Gebegern. Ich bin mir ganz sicher, bei der nächsten werde ich mich anders nennen. Dann habe ich soviel abgegeben, daß ich nix mehr habe. Den nächsten werde ich dann machen unter dem Namen Alfons Kriegenix." Denkste! Zunächst einmal nämlich tauchte unter Drafis Geburtsnamen wieder ein neues Produkt auf: Im Mai 1984 trat er-übrigens trotz seiner großen Erfolge in den 60er Jahren zum ersten Mal in seiner Karriere - in der ZDF Hitparade auf und stellte dort den Titelsong seiner neuesten Platte, Tief unter meiner Haut vor. Und dies war nur der Auftakt für eine Auftrittsserie, die mit einem Gastspiel bei der ZDF-Show Stars und Hits international in der Dortmunder Westfalenhalle ihren Höhepunkt fand. Dort stellte er nicht nur seine zweite Solo-Single, Doch das Weinen hab ich längst verlernt vor, sondern verwies mit Heute male ich dein Bild, Cindy Lou und natürlich Marmor, Stein und Eisen bricht auf seine große Vergangenheit. Die neue Single hatte er übrigens mit einem der großen der deutschen Schlagerszene, dem Textdichter Bernd Meinunger, der auch für Peter Maffay und zahllose andere tätig war, hergestellt.Doch noch klappte es für ihn als Solisten nicht so wie erwünscht: Keine der beiden Singles erreichte die Charts, auch wenn sich das erst 1985 erschienene Album Krieg der Herzen akzeptabel verkaufte, von dem als dritte Single Dich holt niemand mehr zurück ausgekoppelt wurde, leider erneut ohne durchschlagendes Ergebnis. Doch das brauchte Drafi nicht sehr zu bekümmern. Als Komponist, Texter und Produzent war er voll im Geschäft, manchmal unter absolut bescheuerten Pseudonymen wie Renate Va Plus. Seine Erläuterung: "Das war 'ne Begebenheit in Travemünde.Jetzt muß ich natürlich ein kleines Geheimnis verraten: Ich geh ab und zu mal ins Spielkasino und spiele. Und da war ein Croupier, der, nachdem er die Kugel abgeworfen hatte, eigentlich immer "rien ne va plus" sagen sollte. Der war aber so maulfaul und nuschelig und sagte immer "Renatevaplus". Und dadurch kam ich auf den Namen." Ganz egal, wie das jeweilige Pseudonym lautete: Seit 1984 zählte Drafi Deutscher zu den besten Adressen im deutschen Popgeschäft. Der fehlende Erfolg unter seinem eigenen Namen brachte ihn wieder zu seiner altbekannten Produktionsmethode zurück. Mit Chris EvansIronside (dem Texter von Jenseits von Eden/Guardian Angel) nahm er Keep The Homejires Burning auf, andere Projekte fanden unter Pina Collada, Blue Lagune, Ironie Remark (Rebirth OfAn Anti Christ unter letzterem Namen war sein größter Erfolg unter eigener Flagge in diesem Jahr) und Phoenix & Aphrodite (ein Gemeinschaftsprojekt mit seiner damaligen Freundin, der Sängerin Silvia Sebald) dessen einzige Single erst 1986 erschien.
Dieses Jahr sollte für Drafi die Krönung seiner Laufbahnbis dahin bringen. 1986 hatte er bei seiner neuen Plattenfirma einen jungen Sänger namens Oliver Simon kennengelernt, den er betreuen sollte. Das erste Treffen muß dabei wahrlich prägnant gewesen sein, denn dem sorgfältig durchgestylten jungen Herren aus gutem Haus (er kommt aus einer Münchner Unternehmerfamilie) trat Drafi gewohnt unkonventionell gegenüber: Er stieg aus dem Fahrstuhl seines Kölner Hotels mit den Worten aus: "Tag Alter, ick bin Drafi" und trug dabei eine aufgekrempelte Gärtnerhose. So begann eine der erfolgreichsten Partnerschaften in der jüngeren deutschen Popmusik, wobei der gute Oliver Simon eigentlich nur als Aushängeschild für die Fans gebraucht wurde. Alles andere - Musik, Kompositionen und Produktion - besorgte Drafi Deutscher, was ja ursprünglich von der EMI Electrola auch so geplant gewesen war. Denn eigentlich war Deutscher nur als Produzent des Nachwuchssängers vorgesehen. Doch der ja nun wahrlich bereits jahrelang im Geschäft befindliche Macher hatte seine große Chance schnell erkannt: Diese Paarung bot ihm die Möglichkeit auch als Interpret wieder in die Charts zu kommen. So wurde aus den beiden total gegensätzlichen Persönlichkeiten Mixed Emotions und schon die erste Produktion, You Want Love (You Gotta Come Back Brown Eyes) schoß in die deutschen Charts auf Platz 4, blieb 14 Wochen in den Top 10 und gar 39 in den Hitparaden. Klar, daß sich damit die Partnerschaft bereits ausgezahlt hatte und der Kopf des Ganzen nutzte dies, um seine StatusSymbole aufzufrischen, kaufte sich beispielsweise eine Yacht in Los Angeles (wo ihn 1987 ein Team der Videosendung Formel 1 abfilmte). Daneben aber nutzte er diesen Hit vor allem dazu, seine Solo-Karriere voranzutreiben. So erschienen alleine 1986 gleich drei neue Singles und die charteten diesmal alle: Sensuality machte im Juni auf Platz 60 noch einen eher bescheidenen Anfang, doch die eilig nachgeschobene nächste kleine Scheibe, Herz an Herz Gefühl, kletterte im September auf Rang 34 und blieb 18 Wochen in den Charts, ehe Unsre Herzen frieren im Dezember auf einem zurückhaltenden 56. Platz das Jahr ausklingen ließ.
Logisch, daß mit Gemischte Gefühle (nichts anderes als die deutsche Übersetzung des Namens Mixed Emotions) auch noch eine LP abfiel - die Platinstatus erreichte. Im nächsten Jahr fand dasselbe Schema statt: Drafi begann im März mit der neuen Mixed Emotions-Single Bring Back (Sha Na Na), die die Top 10 zwar knapp verfehlte, aber immer noch bei Nr. 13 notiert wurde. Die zweite Single Sweetheart-Darlin' My Dear rangierte kaum tiefer: Sie schaffte immerhin einen 21. Platz und blieb mit 19 Wochen genausolange in den Hitparaden wie die erste Veröffentlichung des Jahres von Simon & Deutscher. Und das Album Deep From The Heart hatte ebenfalls einen gewaltigen Erfolg, wobei man an der Pressekampagne der Kölner Firma den Stellenwert des Duos für das Label ablesen konnte: Die EMI Electrola erwarb den Titel des Branchenblatts Musikmarkt um das Erscheinen der Platte anzukündigen. Klar, daß da die deutsche Schiene etwas schwächer besetzt wurde, obwohl sich Das elfte Gebot im November auf 36 plazierte. Die Veröffentlichung des Albums Diesmal für immer schloß das für Drafi Deutscher extrem erfolgreiche Jahr ab. 1987 war Drafi auf dem absoluten Gipfel angekommen: Sowohl als Solist wie mit Mixed Emotions feierte er Erfolge wie nie zuvor Doch binnen zweier Jahre war er von diesem Gipfel dank eigenen Versagens wieder abgestürzt.
Was sich viele Alt-Stars wünschen, nämlich mit einem neuen Song noch einmal so hoch in die Hitparaden zu kommen wie zu ihren großen Zeiten - Drafi Deutscher hatte das Kunststück 1986/ 87 fertiggebracht, wenn auch nicht unter seinem Namen. Aber jeder wußte, wer hinter Mixed Emotions und Masquerade steckte und seine eigenen Plattenaufnahmen liefen auch nicht gerade schlecht. So wurde etwa sein Solo-Album Diesmal für immer 1986 vergoldet. Eigentlich hätte er also endlich in der Lage sein müssen, aus diesem Erfolg Kapital zu schlagen und dies schaffte er auch, zumindest zeitweise. Sowohl als Songschreiber, Sänger und Produzent hatte er 1987 gut zu tun, zeichnete beispielsweise für die Single von Audrey und Judy Landers, Rock Candy / Hurricane Man auf Bellaphon verantwortlich.Doch sein größter Erfolg war nach wie vor die Zusammenarbeit mit Oliver Simon, die den beiden 1988 mit Just For You noch dazu einen Nr.12-Hit in Deutschland bescherte. Doch mit dieser, der nächsten Single I Never Give Up, die sich wesentlich schlechter plazierte und dem Album Just For You war die Erfolgsgeschichte von Mixed Emotions zu Ende. Das hatte verschiedene Gründe: Zum einen wollte Oliver Simon eine Solo-Karriere einschlagen, was er besser gelassen hätte. Außer einem Top 50-Erfolg mit dem alten Exile-Hit Kiss You All Over war er fortan kein Thema für die Charts mehr und ist wieder in der Versenkung verschwunden. Zum anderen wollte Drafi Deutscher wahrscheinlich auch nicht unbedingt den Ruhm mit Simon teilen, der faktisch nur eine Marionette für die Kreationen von Drafi war.
Folglich löste man sich auf und das bekam beiden Teilen nicht so recht. Denn zwar landete Deutscher als Mann im Hintergrund weiterhin satte Treffer - so feierte Andreas Martin mit den deutschen Coverversionen der großen Mixed Emotions-Hits Erfolg auf Erfolg, aber seine eigenen Sachen ließen stark zu wünschen übrig: Weder die Singles Über Grenzen geh 'n und In Liebe ertrunken noch das Album Über Grenzen geh 'n konnten die Erfolge der Vorgänger wiederholen. Dennoch war er als Produzent und Songschreiber aktiv, betreute 1989 beispielsweise Heidi Brühl bei ihrem Comeback-Versuch Sun In Your Heart oder den Nachwuchsstar Isabell Varell bei Indestructible Love. Dabei sollte letztere Sängerin zu wesentlich mehr als nur einer neuen Auftragsarbeit werden: Tatsächlich heirateten die beiden 1989 und Isabel Varell begleitete Drafi auf seiner Tour im Herbst des Jahres. Doch nachdem Drafi ihr auch die nächste Single für Polydor, Melodie d'amour geschrieben hatte, war das Eheglück auch schon wieder beinahe vorbei. Als nämlich seine Frau mit dem Song die deutsche Vorausscheidung für den Grand Prix d'Eurovision gewann und dabei von der Fernsehansagerin Birgit Schrowange betreut wurde, war das Verhältnis der beiden Eheleute bereits derart zerrüttet, daß Deutscher seiner Frau öffentlich ein Verhältnis mit Birgit Schrowange nachsagte. Man kann nur rätseln, wie hoch der Alkoholpegel des ewigen Außenseiters bei dieser Äußerung gewesen sein muß, zumal er in dieser Zeit auch noch mit einem Beutel Kokain aufgegriffen wurde und nicht einmal mehr in der Lage war, seine Miete zu zahlen. Sicher ist, daß er die Projekte, die er 1988 in einem Interview angesprochen hatte, nach wie vor nicht verwirklicht hatte oder realisieren konnte.Damals sagte er: "Im Hinterkopf habe ich noch einige gute Pläne. Ich könnte mir gut vorstellen, noch mal ein Musical oder etwas ähnliches zu machen. Aber mit meiner Musik verhält es sich ähnlich wie mit meinen Frauen. Die wußten eigentlich nie, woran sie waren, weil ich ein unheimlich launischer Typ bin. Deshalb mach ich vielleicht auch etwas ganz anderes. Schließlich steckt tief in mir drin immer noch ein echter Rock'n'Roller." Das mag so sein, aber mit seinem nächsten Projekt ging er eindeutig auf Nummer sicher: Da er sich unter seinem eigenen Namen nicht mehr so gut verkaufte, machte sich Drafi zunächst daran, seine Karriere auf dem Weg der Recycling-Methode wiederzubeleben. Mit anderen Worten: Er suchte sich einen neuen Frontmann und tauchte zusammen mit Andreas Martin 1991 wieder als Duo auf, mit dem einfallsreichen Namen New Mixed Emotion. Doch nichts ist gefährlicher im Showbusiness als einen Erfolg vergangener Tage wiederverwerten zu wollen und so gelangen Drafi mit dem neuen Mann wenig überraschend keine großen Hits mehr. Weder Sensuality noch Lonely Lover oder das Album Side By Side konnten auch nur annähernd an die Erfolge der ersten Paarung anknüpfen, so daß diese Partnerschaft zeitlich begrenzt blieb, obwohl die beiden 1991 mit der ersten Single immerhin die ZDF-Hitparade gewinnen konnten. Damit war endgültig das Ende der Glückssträhne für unseren Helden gekommen, denn seitdem hat er fast nur mit außermusikalischen Schlagzeilen von sich reden gemacht. 1993 beklagte sich die Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger darüber, von ihm belästigt worden zu sein, dann begleitete ihn Spiegel-TV zu einem eher deprimierenden Auftritt in Mallorca. Und so nebenbei verspielte er in einem Casino mal so knappe 250.000 DM. Auch da paßt ein Zitat von ihm bestens: "Ich bin ein Typ, der gern durch die Gegend reist und sich einen gewissen Luxus gönnt. Sicher aber gehöre ich nicht zu denen, die mit Geld herumprotzen oder damit gar andere Leute diskriminieren. Ich kenne solche Typen zur Genüge, die mit viel Kohle auf dem Konto unausstehlich geworden sind. Ich bin im Grunde meines Herzens Prolet geblieben. Wenn ich heute mal rausgehe, dann lieber in eine ganz normale Pinte, wo Arbeiter und Malocher sitzen.Da kann ich in Ruhe mein Bier zischen, 'nen Skat klopfen oder über Gott und die Welt reden. Das ist mir allemal lieber, als mich in einer SchickiMicki-Disco mit irgendwelchen Hohlköppen zu unterhalten.' Diese normalen Leute hat er wohl kaum in besagtem Spielkasino angetroffen. Auf jeden Fall war unter diesen Umständen der Musiker Drafi einmal wieder eher wenig gefragt. Und so blieb ihm nichts anderes übrig als auf den sogenannten Bädertourneen mitzutingeln, mit ähnlich von den Zeitläufen gebeutelten Kollegen wie Gottlieb Wendehals alias Werner Böhm. Immerhin konnte er damit mindestens einen Teil seiner in besseren Tagen angelaufenen Steuerschulden abtragen.
Klar, daß er deswegen derzeit mit Hochdruck an seinem Comeback arbeitet. Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Geschichte sind nach Auskunft seines Managers fünf Titel der neuen Platte fertig, alle in deutsch und alle werden unter seinem Namen erscheinen. Allerdings hat sich seine alte Plattenfirma, die EMI Electrola in Köln, gegen eine Verlängerung seines Plattenvertrags entschieden, so daß zur Zeit Verhandlungen mit anderen Gesellschaften laufen. Auf jeden Fall soll diese Platte noch in diesem Jahr erscheinen. Man darf sicherlich gespannt sein, ob es Drafi wieder einmal schafft, auf den Erfolgs-Aufzug aufzuspringen. Vom Talent her hat er das bestimmt drauf, aber ein für ihn größeres Problem als Hits zu schreiben ist seine Persönlichkeit, die ihm immer wieder im Weg stand und steht. Den
noch braucht man kein Prophet zu sein, um ihm Erfolg mit seinem neuen Projekt vorherzusagen. Die einzige Frage ist die, ob er vielleicht endlich in der Lage ist ihn auszukosten, ohne daß der vorprogrammierte Absturz kommt. Eines ist sicher: Im Zeitalter der gestylten Grinsgesichter und der sogenannten volkstümlichen Popmusik ist ein Typ wie Drafi Deutscher schon alleine deswegen eine Ausnahme-Erscheinung, weil er eine wirkli
ehe Persönlichkeit besitzt, auch wenn die immer mal danebenlangt. Denn eines ist Deutscher sicherlich nicht: Ein glattpolierter, abgezockter Medienarbeiter, der sich bei jeder neuen Scheibe vorher das Image überlegt und danach die Songs schreibt. Und alleine dafür sollte man dankbar sein und ihm viel Erfolg wünschen. Denn solche Originale sind leider allzu rar in deutschen Landen.




DRAFI DEUTSCHER
Drafi wieder richtig im Aufwind!
Er hat in der letzten Woche die
SMAGO Star-Klick-Parade gewonnen
und vor allem endlich wieder eine richtig
geile Nummer aus dem Hut gezaubert!
DRAFI DEUTSCHER ist momentan richtig
im Aufwind. Seine Fans haben ihm in der
letzten Woche den Sieg in der
SMAGO Star-Klick-Parade geschenkt.
Und Drafi revangiert sich prompt mit der
wohl besten Single, die er seit
Ewigkeiten aufgenommen hat.
Mit dem
englischsprachigen "Muy Bien"
hat er eine richtig geile Nummer aus
dem Hut gezaubert, die auf Mallorca
bereits rauf und runter gespielt wird.
"Muy Bien" erscheint als Zusatztitel
auf der Maxi-CD "Boana Sera" des Projektes
La Dolce Vita feat. Bino & Drafi (Veröffentlichungstermin: 23.06.03)
Quelle:Smago.de





DRAFI DEUTSCHER
Interessante "neue" Doppel-CD: "Der neue Drafi!



QED Music veröffentlichte auf dem Label 'Edition Nordstern' am 29.09.03 eine interessante Zusammenstellung zu einem Verkaufspreis von 12,99.- €!

TITELLISTE

CD 1
01. Quo vadis?
02. Das ist er
03. Fass meinen Bruder niemals an
04. Es muss nicht immer Rock'n'Roll sein
05. In der spanischen Nacht
06. Hand in Hand
07. Irgendwo im Nirgendwo
08. Sorry, ich liebe Dich immer noch nicht
09. Orkan der Gefühle
10. Singer In A Rock'n'Roll Band
11. Doch ich bin da
12. Schade um Dich
13. -Bonus Track 1- Zukunft
14. -Bonus Track 2- Isle Of Man

CD 2
01. Marmor, Stein und Eisen bricht (Party Version)
02. Über sieben Brücken musst Du geh'n
03. Por favor, Herr Senor
04. Der letzte Zug nach Eden
05. Amen
06. Sarita
07. Durch die Dunkelheit zum Weg ins Glück
08. Strangers In The Night
09. Engel auf St. Pauli
10. Meine Seele singt
11. Von gestern bis dann
12. Sterben will ich nur in Deinen Armen
13. -Bonus Track 1- Mamrmor, Stein und Eisen bricht - Everbody (Duett mit Regina Zindler)
14. -Bonus Track 2- Wer war Schuld daran

Der Titel "Der neue Drafi" wurde wohl bewusst irreführend gewählt, aber: Diese Doppel-CD enthält die Essenz seines musikalischen Schaffens der letzten Zeit, als er bei G.I.B. und QED unter Vertrag stand.

Übrigens ist das Drafi-Originalalbum "Zukunft" ab 29.09.03 wieder erhältlich. Aber Achtung: Es sind gerade einmal 600 Exemplare verfügbar.









Bereits am 23. Juni erschien von
Drafi Deutscher mit seinem ehemaligen Duettpartner Bino als
La Dolce Vita feat. Bino & Drafi
der Partyhit "Buona Sera".
Mit der Verpflichtung von
Drafi Deutscher will die Firma ihre Unternehmensphilosopohie fortsetzen,
mit hochrangigen
Albumveröffentlichungen von
renommierten Künstlern wie
Cordalis, Peter Schilling oder Captain Jack
sich als Qualitäts-Label zu etablieren.
Drafi Deutscher hatte in der Vergangenheit immer wieder große Erfolge. Seinen frühen Hits wie "Marmor, Stein und Eisen bricht", "Teeny" oder "Cinderella Baby" folgte eine erfolgreiche Zeit als Autor und Produzent mit Titeln wie "Mama Leone" für Bino, und "Silverbird" für Tina Rainford in den 70er Jahren. Anfang der 80er Jahre gelang ihm ein bis heute einmaliger Erfolg, nämlich Platz 1 und Platz 2 der Media Control-Verkaufscharts zeitgleich mit der gleichen Komposition zu belegen: Mit "Jenseits von Eden" stand Nino De Angelo sieben Wochen auf Platz 1 der Media Control-Verkaufscharts und mit Masquerade und "Guardian Angel" belegte Drafi selbst wochenlang Platz 2. Danach begann Drafis erfolgreiche Zeit bei der Kölner EMI mit Hits wie "Herz an Herz Gefühl", "Diesmal für immer", "Das 11.Gebot", "Über Grenzen geh'n" oder "Solang aus Liebe". Mit Mixed Emotions feierte er internationale Hits wie "You want love", "Bring back" und "Just for you". Jetzt ist Drafi zurück und feiert aktuell im Duett mit seinem ehemaligen Duettpartner Bino als La Dolce Vita feat. Bino & Drafi große Erfolge auf Mallorca mit dem Partyhit "Buona Sera", der am 23.06.2003 erschien. Am 13.07.2003 sind die beiden mit diesem Titel im "ZDF-Fernsehgarten" und am 31.07.2003 beim "Sommer-Hit-Festival" im ZDF zu sehen gewesen. Drafi Deutscher ist zurück!








DRAFI DEUTSCHER, der Mann mit dem Hut und den unzähligen Pseudonymen, feierte mit dem Titel "Muy Bien" ein glanzvolles Comeback.

Als "La Dolce Vita feat. Bino & Drafi" erschien bei DA Music am 23. Juni 2003 die Maxi-CD "Buona sera" (wer kennt ihn nicht, den alten Luis Prima-Klassiker!).

Der Höhepunkt der Maxi-CD ist jedoch ein anderer Titel, nämlich "Muy Bien" (Komposition und Text: D. Deutscherm B. Arico, L. Ricco, A. Crotti). Hier hört man Drafi auch wirklich singen, während bei "Buona sera" (auf Italienisch gesungen) fast nur Bino's Stimme erklingt.

Das englisch-italienisch gesungene "Muy Bien" ist eindeutig hitverdächtiger. Und auch besser produziert. Drafi goes Dancefloor! Klasse!!!
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Drafi Deutscher / Mixed Emotions: Essential

Die CD ist am 19.03.2004 erschienen,


Tracklist: (01-09: Drafi, 10-18: Mixed Emotions)
01) Herz an Herz Gefühl
02) Uns're Herzen frieren
03) Lange ist es her
04) Diesmal für immer
05) Welche Farbe hat die Welt
06) Das 11.Gebot
07) Tief unter meiner Haut
08) Wenn Du zum Mond fliegst
09) Marmor, Stein und Eisen bricht (1987)
10) You Want Love
11) Bring Back
12) Just For You
13) Sentimental Song
14) Sweetheart - Darling - My Dear
15) Open Your Heart
16) Love Is So Easy
17) Sweet Brown Girl
18) I Never Give Up





Mehr Infos auf

www.Drafi.com
www.Drafi-Musik.de
www.Deutscher-Drafi.de


Oder besuchen Sie das Drafi-deutscher Forum
http://f24.parsimony.net/forum61756/recent.htm
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weitere Infos und Links bezüglich Drafi Deutscher sind derzeit in Arbeit...

Infos auf www.drafi.de







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Drafi in Offenbach auf Buddy Caines Jubileumsparty
Drafi in Offenbach auf Buddy Caines Jubileumsparty
Drafi in Übach Palenberg.
Drafi in Übach Palenberg.
Seine Fans und eine SUPER Stimmung
Seine Fans und eine SUPER Stimmung
Drafi und Peter Schneider (www.drafi-info.de)
Drafi und Peter Schneider (www.drafi-info.de)
Live 20.03.2004 in Köln
Live 20.03.2004 in Köln
Von l nach r.Bernd,Daniel,Drafi,Jan,Peter,Marcel,
Von l nach r.Bernd,Daniel,Drafi,Jan,Peter,Marcel,
 Fans im Gespräch bei einer kleinen Stärkung
Fans im Gespräch bei einer kleinen Stärkung
Drafi live 2003
Drafi live 2003
Nach dem Auftritt 2003 in Köln
Nach dem Auftritt 2003 in Köln
Drafi
Drafi